
Früher™ als wir noch einen König hatten und eine Mauer, da hat man seine Diplomarbeit am Küchentisch geschrieben, heute fahren die feinen Herrschaften gen Westen und machen sich nen schönen Lenz! Ich bin neidisch!!! Gerolf Meyer - der ab jetzt nur noch Grover genannt werden will damit er später mal keine Probleme hat wenn ein Personalchef seinen Namen googlet - also Gerof Meyer aus Leipzig, besser bekannt als die wandelnde PR-Abteilung von Retrovelo hat sich auf den Weg um den halben Erdball gemacht um zu erkunden warum es in Portland so viele tolle Bikemenschen gibt! Aber lassen wir ihn doch selbst erzählen:
Nun ist es soweit, ich bin in Portland und stehe schon zu den richtigen Zeiten auf. Ich werde mich hier in den nächsten drei Monaten mit dem WiesoWeshalbWarum der lokalen Fahrrad- und Rahmenbauerszene beschäftigen und ich will, daß ihr mich verfolgt/Sie mich verfolgen.
Worum geht’s: Portland liegt im Pacific Northwest der USA, an der Grenze zwischen Oregon und Washington, am Zusammenfluß von Willamette und Columbia River und ist nur ein kleines Stück größer als Leipzig (da komm ich her). Aber: Portland hat aktuell 27 Fahrradrahmenbaufirmen aufzubieten (vgl. Leipzig: 1), und das ist, in aller Kürze, was mich interessiert. Wie kommt das? Was bedeutet das? Wohin führt das? Nebenbei (oder auch: vor allem) ist das hier die Stadt mit einer der aktivsten Rad-Communities der USA und es müßte schon ein arger Zufall sein, wenn die Gleichzeitigkeit von Rahmenbau und “Cycling Lifestyles” nicht mehr wäre als eine grandiose Laune der Verteilung von Zweiradaffinität im Raum.
Um möglichst viele Fragen und Antworten zu finden werde ich mich also etwas umtun, mich in Stadtgeschichte, Planungsinstrumente, Subkulturen und möglichst viel von dem, was sonst irgendwie bike-related ist, stürzen und natürlich auch Rahmenbauer[innen] besuchen, um ihre Sicht der Dinge zu erfahren. Außerdem brauche ich einen genaueren Überblick als ihn mir Websites liefern darüber, wer hier seit wann wieviel an handgebauten Rahmen rauslässt und warum das eben alles in Portland und nicht in Seattle oder Houston passiert.
Ich bin ziemlich gespannt, was ich finden und schaffen kann. Wer mich virtuell begleiten will kann und soll das auf meinem Blog tun. Die Bilder dazu gibt’s bei flickr. Fragen und Kommentare sind ausdrücklich erwünscht, denn ich höre mir nur ungern den ganzen Tag selbst zu.
Welcome to Portland, enjoy your trip.
Und wehe Du schickst keine Postkarte!