Hoffnungsträger

Lutz The Sickboy

Was haben wir ihn bekniet, den Lutz. Es musste endlich mal wieder ein Deutscher Europameistertitel bei den Männern her. Der letzte wurde 2002 in Todtnau von Rene aus Dresden gewonnen, da lag es doch nahe, dass ein anderer schneller Dresdner ihm das nachmacht. Nach der ersten Runde war es wie immer: Der Ami lag vorne! Scott McLaughlin vom SRAM Factory Team hatte auf den ersten 9 Kilometern fast zwei Minuten Vorsprung auf den Zweiten Stijn “Der Belgier” Deferm herausgefahren. Oh fuck not again!
Fünf Minuten später kommt Scott zu Fuß ins Ziel - mit einem Platten am Vorderrad.
Als der große Regen kam, lag der Belgier auf dem ersten Platz, gefolgt von Frank “The Fly” Schmidt, der sonst immer Dritter wird, weil der Belgier sonst immer Zweiter wird.
Lutz lag als bester Deutscher auf dem dritten Platz. Nee, Fly kommt aus Bayern - der ist technisch gar kein Deutscher! Außerdem reicht es schon, wenn seine Frau immer alles gewinnt und sein Team auch! Stijn rettete seinen extrem knappen Vorsprung ins Ziel, nachdem Fly auf dem Zieldownhill stürzte. Endlich hat der Belgier mal etwas gewonnen! Seine Schadenfreude über den Platten von Scott hielt sich in Grenzen! Lutz wurde Dritter und bekam das Bestechungsgeld - eine Magura Federgabel - trotzdem ausgehändigt. Er hat es immerhin versucht und außerdem ist er eine echt coole Sau! So isses eben beim Singlespeeden - was juckt mich, wer den Schwachsinn gewinnt!?

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